
Haferstroh und Grünhaferstroh klingen fast gleich, machen in der Fütterung aber zwei völlig unterschiedliche Jobs. Haferstroh ist der ausgedroschene Halm, also das Nebenprodukt der Körnerernte: viel Faser, kaum Energie, kaum Eiweiß. Es ist ein Verdünner. Grünhaferstroh ist die ganze Haferpflanze, geerntet bevor sich Stärke im Korn einlagert, also mit Blattmasse und Rispe: immer noch strukturreich und stärkearm, aber deutlich näher am Heu.
Die Kurzfassung, falls du gerade zwischen zwei Säcken stehst: Ein leichtfuttriges Pferd, das zu viel auf den Rippen hat und trotzdem zu lange vor leerem Netz steht, braucht Haferstroh. Ein sensibles oder eher schmales Pferd, das Struktur braucht, aber keine Nulldiät verträgt, ist mit Grünhaferstroh besser bedient. Und in beiden Fällen gilt: Stroh ersetzt nie die gesamte Raufutterration, sondern höchstens einen Teil davon. Als Obergrenze rechne ich mit 0,5 kg Stroh je 100 kg Sollgewicht am Tag.
Der klassische Fall ist das zu dicke Pferd. Wenn du die Heumenge kürzen müsstest, um Gewicht wegzubekommen, das Pferd dann aber vier Stunden vor leerem Netz steht, sitzt du in der Zwickmühle: weniger Heu heißt weniger Kalorien, aber eben auch weniger Kauzeit, und die fehlt dem Magen. Stroh löst genau das auf. Du streckst die Ration damit, das Netz bleibt gleich voll, die Fresszeit bleibt gleich lang, und trotzdem sinkt die Energieaufnahme.
Stroh hat in der Pferdefütterung einen zweifelhaften Ruf, und der stammt fast immer aus Fällen, in denen es falsch eingesetzt wurde. Richtig dosiert ist es eines der nützlichsten Futtermittel überhaupt, gerade in Zeiten, in denen gutes Heu teuer und energiereiches Heu das eigentliche Problem ist. Ich rechne solche Rationen beruflich durch, und Stroh ist das Futtermittel, bei dem ich die meisten Missverständnisse auf dem Tisch habe.
Warum überhaupt Stroh, wenn es Heu gibt
Stroh bringt Kauzeit, ohne nennenswert Energie mitzuliefern. Genau das braucht ein Pferd, das abnehmen soll und trotzdem nicht stundenlang vor leerem Netz stehen darf. Bei einem 600-Kilo-Pferd spart der Tausch von drei Kilo Heu gegen drei Kilo Stroh rund sechs Megajoule am Tag, und im Netz liegt trotzdem dieselbe Menge.
Der Pferdemagen produziert Magensäure rund um die Uhr, unabhängig davon, ob gerade etwas darin liegt. Gepuffert wird sie im Wesentlichen durch Speichel, und Speichel entsteht nur beim Kauen. Eine Fresspause von vier Stunden ist deshalb für den Magen etwas anderes als eine Fresspause von einer Stunde.
Bei vielen Pferden kollidieren an dieser Stelle zwei Anforderungen. Sie bräuchten mehr Kauzeit, vertragen aber die Kalorien nicht, die mit mehr Heu automatisch mitkommen. Genau diese Lücke füllt Stroh: Es bringt Volumen und Kauzeit, ohne die Energiebilanz nennenswert zu verschieben.
Wie viel das ausmacht, sieht man am besten an einer Rechnung. Ein 600-Kilo-Pferd bekommt 10 Kilo Heu am Tag. Tauschst du davon 3 Kilo gegen Haferstroh, verschiebt sich die Ration so:
| je Tag | 10 kg Heu | 7 kg Heu und 3 kg Stroh | Unterschied |
|---|---|---|---|
| Energie | 73 MJ DE | 67 MJ DE | gut 6 MJ weniger |
| Rohprotein | 1.000 g | 820 g | 180 g weniger |
| Rohfaser | 3.000 g | 3.360 g | 360 g mehr |
| Menge im Netz | 10 kg | 10 kg | gleich |
| Fresszeit | Ausgangswert | eher länger | Stroh wird langsamer gefressen |
Gerechnet mit den Richtwerten aus der Tabelle weiter unten, also 7,3 MJ DE, 10 % Rohprotein und 30 % Rohfaser für ein mittleres Wiesenheu, 5,2 MJ DE, 4 % Rohprotein und 42 % Rohfaser für Getreidestroh. Unterm Strich sind gut sechs Megajoule weg, also knapp ein Zehntel der Ration, ohne dass weniger im Netz liegt.
Die Zeile, die man dabei leicht übersieht, ist das Rohprotein. Mit dem Heu verschwinden 180 Gramm davon, und aus dem Stroh kommen sie nicht zurück. Bei einem Pferd im Erhalt und ordentlichem Heu fällt das meist nicht auf. Bei magerem Heu, im Fellwechsel oder bei einem Pferd, das Muskeln aufbauen soll, sehr wohl. Deshalb gehört eine Strohration gerechnet und nicht geschätzt.
Das ist kein Abnehmprogramm, und so verkaufe ich es auch nicht. Es ist ein Baustein, mit dem eine Diät überhaupt durchzuhalten ist, weil das Pferd dabei nicht hungert. Bewegung, Weidemanagement und die Frage, wie zuckerreich das Heu eigentlich ist, bleiben daneben stehen.
Eine schwedische Untersuchung der Landwirtschaftsuniversität in Uppsala von 2021 hat das nachgemessen. Sechs Pferde bekamen im Wechsel drei Wochen lang ihre gewohnte Raufutterration und drei Wochen lang eine Ration, in der die Hälfte durch hygienisch einwandfreies Weizenstroh ersetzt war. Auf der Strohration fraßen die Pferde länger, nahmen weniger Energie auf und hatten niedrigere Insulinwerte im Blut. Die Magenschleimhaut wurde in beiden Phasen gespiegelt, und die Geschwürbefunde unterschieden sich nicht.
Das ist deshalb bemerkenswert, weil eine dänische Feldstudie von 2009 an 201 Pferden Stroh als Risikofaktor für Magengeschwüre identifiziert hatte. Der Unterschied steckt im Detail: Dort ging es um Pferde, die ausschließlich Stroh als Raufutter bekamen. Das ist etwas anderes, als Stroh in eine Heuration hineinzurechnen. Beide Ergebnisse zusammen ergeben die Regel, die in der Praxis trägt: Stroh als Anteil, nie als Ersatz.
Zur Ehrlichkeit gehört die Größe der schwedischen Untersuchung. Sechs Pferde sind wenig, und es waren gesunde Pferde. Sie widerlegt das pauschale Strohverbot, sie ist aber kein Freibrief für ein Pferd, das gerade wegen Magengeschwüren in Behandlung ist.
Was ist der Unterschied zwischen Haferstroh und Grünhaferstroh?
Der Unterschied ist der Erntezeitpunkt. Haferstroh ist der ausgedroschene Halm nach der Kornernte, also fast reine Zellwand mit wenig Eiweiß und wenig Energie. Grünhaferstroh wird kurz nach der Blüte als ganze Pflanze geerntet, mit Blättern und unreifer Rispe, und liegt damit zwischen Stroh und Heu. Stärkearm sind beide, weil das Korn entweder ausgedroschen oder noch nicht gefüllt ist.
Es hilft, sich das am Feld vorzustellen.
Haferstroh entsteht, wenn der Hafer bis zur Kornreife auf dem Feld steht, gedroschen wird und der Halm übrig bleibt. Die Pflanze hat zu diesem Zeitpunkt alles Verwertbare ins Korn verlagert. Was zurückbleibt, ist Zellwand: Zellulose, Hemizellulose und Lignin. Unter den Getreidestrohen gilt Haferstroh dabei als das schmackhafteste und weichste, und es liegt energetisch etwas höher als Weizenstroh. Deshalb wird es traditionell als Futterstroh eingesetzt und nicht nur als Einstreu.
Für die Qualität ist wichtig, wie lange der reife Bestand danach noch draußen steht. Wird zügig gedroschen, bleibt der Halm trocken und sauber. Steht er wochenlang in wechselndem Wetter, arbeiten Pilze im Halm, lange bevor man das riechen kann. Gute Anbieter dreschen deshalb so früh wie möglich, und genau danach lohnt es sich zu fragen.
Grünhaferstroh wird deutlich früher geschnitten, kurz nach der Blüte, bevor sich nennenswerte Mengen Stärke im Korn bilden. Geerntet wird die gesamte oberirdische Pflanze, also Halm, Blätter und die noch unreife Rispe. Dadurch bleibt Blattmasse im Futter, und mit ihr Eiweiß, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die im ausgedroschenen Halm schlicht nicht mehr vorhanden sind.
Den Unterschied siehst du sofort, sobald beide nebeneinanderstehen. Links das ausgedroschene Haferstroh, goldgelb, weil in der Pflanze nichts Grünes mehr steckt. Rechts das Grünhaferstroh, dessen Farbe von der Blattmasse kommt.

Grünhaferstroh liegt damit zwischen Stroh und Heu. Es ist kein Kraftfutter und auch kein Haferersatz, trotz des Namens. Wer von „Hafer" den klassischen Energieschub erwartet, liegt hier falsch, und das ist bei stoffwechselempfindlichen Pferden ausdrücklich der Punkt.
Ein Missverständnis räume ich gleich mit weg: Stärkearm heißt nicht zuckerfrei. Weil die Pflanze grün geerntet wird, ist Zucker aus dem Blatt darin. Für Grünhafer, also die ganze Pflanze in Cobs-Form, findet man in Analysen je nach Erntejahr Werte um 6 Prozent Zucker. Das ist die Größenordnung eines durchschnittlichen Heus. Beim später geschnittenen Grünhaferstroh liegt der Wert niedriger, aber eben nicht bei null. Wenn die Zuckeraufnahme deines Pferdes begrenzt bleiben soll, ist das der Unterschied zwischen „passt schon" und „muss durchgerechnet werden".
Wie viel Energie und Rohfaser hat Stroh?
Getreidestroh liefert rund 5,2 MJ verdauliche Energie je Kilo, ein mittleres Wiesenheu rund 7,3 MJ. Stroh hat damit etwa zwei Drittel der Energie von Heu und nicht, wie oft angenommen, gar keine. Beim Rohfasergehalt liegt es mit 39 bis 45 % über dem Heu, beim Rohprotein mit 3 bis 5 % deutlich darunter.
Konkrete Analysewerte schwanken bei Naturprodukten von Jahr zu Jahr, von Schlag zu Schlag und sogar von Ballen zu Ballen. Die folgenden Werte sind Richtwerte aus der Futtermitteltabellenliteratur, keine Zusicherung für einen bestimmten Sack.
| Getreidestroh | Wiesenheu, mittlere Qualität | |
|---|---|---|
| Energie | rund 5,2 MJ DE je kg | rund 7,3 MJ DE je kg |
| Rohfaser | rund 39 bis 45 % | rund 28 bis 32 % |
| Rohprotein | rund 3 bis 5 % | rund 8 bis 12 % |
| Zucker und Stärke | sehr niedrig | je nach Schnitt stark schwankend |
Zwei Drittel der Heuenergie sind mehr, als viele erwarten. Wer glaubt, mit Stroh eine Nullkalorie zu füttern, verrechnet sich. Bei drei Kilo Stroh am Tag kommen immer noch rund 16 MJ zusammen, und die stehen in der Rationsberechnung genauso auf dem Zettel wie das Heu.
Der Rohfasergehalt liegt beim 1,35- bis 1,75-fachen von Heu. Das ist die eigentliche Leistung des Strohs, und gleichzeitig die Stelle, an der es anspruchsvoll wird: Diese Faser muss zerkleinert und im Dickdarm zerlegt werden, und beides braucht funktionierende Voraussetzungen.
Beim Grünhaferstroh liegen die Werte je nach Schnittzeitpunkt zwischen diesen beiden Spalten, mit mehr Rohprotein und etwas mehr Energie als klassisches Haferstroh, aber weiterhin sehr niedrigem Stärkegehalt. Belastbar wird das erst mit der Analyse des jeweiligen Erntejahres, und danach sollte man beim Anbieter auch fragen.
Achte beim Vergleichen auf die Einheit. Manche Tabellen rechnen in verdaulicher Energie (DE), andere in umsetzbarer Energie (ME), und ME liegt immer niedriger. Wer eine DE-Zahl aus der einen Quelle neben eine ME-Zahl aus der anderen legt, sieht einen Unterschied, den es gar nicht gibt. Das passiert regelmäßig, sobald Produktangaben und Fachliteratur nebeneinander liegen.
Was die Ernte mit der Qualität macht
Über die Qualität von Futterstroh entscheiden drei Dinge auf dem Feld: Schnitthöhe, Schwadtechnik und Trocknung. Hoch geschnittenes Stroh bringt weniger Erde und Sand mit, ein Bandschwader zerbröselt die Blattmasse nicht, und eine Warmlufttrocknung nach dem Pressen nimmt die Restfeuchte, aus der im Lager Schimmel wird. Nach allen dreien kannst du beim Anbieter fragen.
Beim Heu redet jede über den Schnittzeitpunkt. Beim Stroh redet fast niemand über die Ernte, dabei entscheidet sie über die zwei Dinge, an denen Stroh in der Praxis scheitert: Staub und Sand.
Diese drei Punkte machen den Unterschied.
Wie hoch geschnitten wird. Wer knapp über dem Boden erntet, nimmt Erde mit. Hochschnittkufen am Mähwerk halten Abstand zum Boden, und was gar nicht erst aufgenommen wird, kann später auch nicht im Darm landen. Für Pferde auf sandigem Boden ist das kein Detail, sondern der Kern der Sache.
Wie geschwadet wird. Ein klassischer Kreiselschwader kratzt und zerbröselt, ein Bandschwader hebt das Material auf und legt es ab. Weniger Bröckelverluste bedeuten beim Grünhaferstroh, dass die Blattmasse im Ballen bleibt, und genau die ist der Grund, warum man Grünhaferstroh überhaupt kauft. Beim Haferstroh bedeuten sie weniger Erde im Ballen.
Wie getrocknet wird. Feldtrocknung ist Wetterglück. Eine schonende Warmlufttrocknung nach dem Pressen nimmt die Restfeuchte aus dem Ballen, und Restfeuchte ist das, woraus im Lager Schimmel wird. Bei einem staubempfindlichen Pferd ist das der wichtigste Punkt überhaupt, wichtiger als jeder Nährwert.
Futterstroh ist nicht Einstreustroh
Einstreustroh ist kein Futtermittel. Es unterliegt nicht dem Futtermittelrecht, wird nicht auf Schimmelpilze und Verunreinigungen geprüft, und niemand garantiert dir die Lagerbedingungen. Wer Stroh planmäßig füttert, kauft deshalb Ware in Futtermittelqualität, und aus Bioanbau auch deshalb, weil dort keine Halmverkürzer zugelassen sind.
Das ist der Punkt, an dem in der Praxis das meiste schiefgeht, und er hat mit Nährwerten überhaupt nichts zu tun.
Stroh, das als Einstreu verkauft wird, ist kein Futtermittel. Es unterliegt nicht den futtermittelrechtlichen Anforderungen, es wird nicht auf Schimmelpilze und Verunreinigungen geprüft, und niemand garantiert dir, unter welchen Bedingungen es gelagert wurde. Dass Pferde davon fressen, ist eingeplant, geprüft ist es deswegen nicht.
Dazu kommt die Frage der Rückstände, und hier lohnt der genaue Blick. Im konventionellen Getreidebau sind Halmverkürzer üblich, damit die Bestände bei Wind und Regen nicht ins Lager fallen. Auch für Hafer sind mehrere zugelassen, mit Wirkstoffen wie Trinexapac, Chlormequat und Prohexadion. Gespritzt wird im Schossen, also genau in der Phase, in der der Halm in die Länge wächst. Was dort ankommt, bleibt auch dort. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart hat Chlormequat- und Mepiquat-Rückstände in Zuchtpilzen gefunden und auf das Strohsubstrat zurückgeführt, auf dem sie gewachsen waren.
Eine Sorge kannst du dir bei deutschem Stroh dagegen sparen, auch wenn sie in Foren immer noch die Runde macht: das Totspritzen kurz vor der Ernte. Damit ist gemeint, dass ein Feld mit Glyphosat behandelt wird, damit der ganze Bestand gleichzeitig abtrocknet und der Mähdrescher leichter durchkommt. Im Fachjargon heißt das Sikkation. In Deutschland ist es seit 2021 verboten, ohne Ausnahme und für alle Kulturen. Bei Ware aus dem Ausland kann die Rechtslage eine andere sein, und auf dem Ballen steht selten, woher er kommt.
Im ökologischen Anbau sind chemisch-synthetische Halmverkürzer gar nicht zugelassen. Deshalb wiegt Bio beim Futterstroh schwerer als beim Heu: Beim Heu geht es um die Fläche allgemein, beim Stroh um genau den Pflanzenteil, auf den gespritzt wird.
Wie viel Stroh darf in die Ration
Als Obergrenze für den Alltag gelten 0,5 kg Stroh je 100 kg Sollgewicht, bei einem 600-Kilo-Pferd also 3 Kilo am Tag. Diese Menge ist Teil der Raufutterration und kommt nicht obendrauf. Stroh als einziges Raufutter ist keine Option, auch nicht kurzfristig.
Die Gesamtmenge Raufutter liegt bei 1,5 bis 2,0 kg je 100 kg Sollgewicht am Tag. Für ein 600-Kilo-Pferd sind das 9 bis 12 Kilo, und zwar Heu, Heulage, Cobs und Stroh zusammengerechnet.
Diese Angabe steht auch auf vielen Produktseiten, und sie wird regelmäßig falsch gelesen. Sie bezieht sich auf die gesamte Raufutterration, nicht auf das jeweilige Produkt. Vier Kilo Stroh plus zehn Kilo Heu sind keine Ration nach dieser Regel, sondern deutlich zu viel Gesamtmenge.
Für den Strohanteil daran gelten folgende Orientierungswerte:
- 0,5 kg je 100 kg Sollgewicht ist die verbreitete Obergrenze für den Alltag. Für unser 600-Kilo-Pferd sind das 3 Kilo Stroh am Tag.
- Bis zu einem Drittel der Raufutterration ist für die meisten Pferde unproblematisch, wenn Zähne, Wasserversorgung und Anfütterung stimmen.
- Bis zur Hälfte ist bei hygienisch einwandfreier Ware nach der schwedischen Untersuchung vertretbar, gehört aber unter Beobachtung und in eine durchgerechnete Ration.
- Stroh als einziges Raufutter ist keine Option, auch nicht kurzfristig.
Für unser 600-Kilo-Pferd heißt das im Alltag: etwa 3 Kilo Stroh, in Ausnahmefällen und begründet bis 5 Kilo, und der Rest bleibt Heu.
Wenn du wissen willst, wie sich Energie, Eiweiß und Mineralstoffe verschieben, sobald du Heu gegen Stroh tauschst, dann rechne die Ration einmal komplett durch. Genau an dieser Stelle fällt auf, dass mit dem Heu auch Nährstoffe wegfallen, die vorher niemand auf dem Zettel hatte.
So stellst du um, Woche für Woche
Rechne mit drei bis vier Wochen bis zur Zielmenge und steigere in Vierteln. Der Grund ist die Dickdarmflora, die sich auf faserreicheres Futter erst einstellen muss. Wer von heute auf morgen umstellt, bekommt Kotwasser und einen aufgeblähten Bauch und schreibt das dann dem Stroh zu, obwohl es an der Geschwindigkeit lag.
So sieht der Plan aus:
| Woche | Anteil der Zielmenge | Worauf du schaust |
|---|---|---|
| 1 | ein Viertel | Kotkonsistenz, Trinkmenge, frisst es das Pferd überhaupt |
| 2 | die Hälfte | Kotwasser, Bauchumfang, Fresstempo |
| 3 | drei Viertel | bleibt Stroh liegen, wie lange hält eine Portion |
| 4 | volle Menge | Gewicht, Kotballen, Verhalten in den Fresspausen |
Zwei Regeln dazu. Erstens: Wenn auf einer Stufe Kotwasser auftritt, gehst du eine Stufe zurück und bleibst dort, bis es sich beruhigt hat. Zweitens: Das Stroh kommt zusätzlich zur Kauzeit, nicht zusätzlich zur Gesamtmenge. Du nimmst also Heu weg, während du Stroh dazugibst, sonst frisst das Pferd am Ende mehr als vorher.
Die vier Fehler, die Stroh gefährlich machen
Gefährlich wird Stroh durch vier Dinge: zu wenig Wasser, schlechte Zähne, eine zu schnelle Umstellung und Sand. Alle vier haben nichts mit dem Nährwert zu tun und lassen sich abstellen. Wer sie kennt, kann Stroh füttern, ohne dass daraus eine Verstopfungskolik oder eine Sandansammlung im Dickdarm wird.
Zu wenig Wasser. Stroh bindet im Darm Flüssigkeit, und die muss von irgendwoher kommen. Der häufigste Kolikfall im Zusammenhang mit Stroh ist die Verstopfungskolik, und sie tritt gehäuft im Winter auf, wenn die Tränke kalt ist oder halb zugefroren und die Pferde deutlich weniger saufen als im Sommer. Wer den Strohanteil hochfährt, muss die Wasseraufnahme im Blick behalten, notfalls mit angewärmtem Wasser oder eingeweichten Cobs als Flüssigkeitsträger. Der Salzleckstein gehört ohnehin dazu, mehr dazu im Beitrag über die Salzfütterung.
Zähne, die nicht mehr mitmachen. Strohfaser ist hart und muss zerkleinert werden. Ein Pferd mit Backenzahnproblemen schluckt sie halb gekaut ab, und dann verlagert sich das Problem in den Verdauungstrakt. Bei Senioren mit reduziertem Gebiss ist Stroh deshalb oft der falsche Weg, und die bessere Antwort sind eingeweichte Cobs. Woran du gute erkennst, steht im Beitrag über Heucobs.
Zu schnelle Umstellung. Dafür steht der Wochenplan oben. Wenn dein Pferd ohnehin zu Kotwasser oder einem Blähbauch neigt, geh noch langsamer vor und beobachte den Kot täglich.
Sand. Wird Stroh auf sandigem Boden oder auf abgefressenen Paddocks angeboten, nimmt das Pferd Sand mit auf, und der sammelt sich im Dickdarm. Stroh gehört deshalb in ein Netz, eine Raufe oder auf eine feste Unterlage, nicht auf den Boden. Dazu kommt der Sand, der schon im Ballen steckt, wenn zu tief geschnitten wurde. Beides addiert sich.
Was Stroh nicht kann
Stroh ersetzt kein Mineralfutter und keinen Teil davon. Es streckt die Ration, es füllt sie nicht auf. Die Spurenelemente darin liegen nicht über denen von Heu, beim Rohprotein liefert es nur ein Drittel bis die Hälfte, und einen Heumangel kaschiert es auch nicht.
Man liest gelegentlich, Stroh sei das „Ur-Mineralfutter" des Pferdes. Der Satz steht so auf mehreren Ratgeberseiten, und er hält der Rechnung nicht stand.
Richtig ist, dass Stroh siliziumreich ist, und Silizium spielt im Bindegewebsstoffwechsel eine Rolle. Falsch ist die Schlussfolgerung, Stroh könne deshalb Mineralstoffe liefern, die woanders fehlen. Bei Zink, Kupfer und Selen liegen die Gehalte im Stroh nicht höher als im Heu, teilweise niedriger, und die Bedarfslücken bleiben, wo sie waren. Beim Rohprotein verschärft sich die Lage sogar: Tauschst du Heu gegen Stroh, sinkt die Eiweißversorgung mit, und zwar spürbar, denn Stroh hat nur etwa ein Drittel bis die Hälfte des Rohproteins von Heu.
Ein 500-Kilo-Pferd braucht zur Erhaltung rund 425 mg Zink, 105 mg Kupfer und 1,05 mg Selen am Tag. Diese Mengen kommen weder aus dem Heu noch aus dem Stroh, sondern aus einem passenden Mineralfutter. Welches das ist, entscheidet die Analyse deines Grundfutters, nicht der Text auf der Dose. Mehr dazu im Beitrag über natürliches Mineralfutter.
Und noch etwas kann Stroh nicht: einen Heumangel kaschieren. Wenn das Heu knapp wird, ist Stroh ein Teil der Lösung, aber es verlängert nur, was sonst fehlt. Die Ration muss trotzdem aufgehen.
Für welches Pferd welches Stroh
Kurz gesagt: Haferstroh für das leichtfuttrige, zu runde Pferd, dessen Ration gestreckt werden soll. Grünhaferstroh für das sensible oder eher schmale Pferd, das Struktur braucht, aber keine Nulldiät verträgt, und für jedes, das klassisches Stroh stehen lässt. Für Senioren mit schlechtem Gebiss keins von beiden, sondern eingeweichte Cobs.
| Situation | Passt eher |
|---|---|
| Leichtfuttrig, zu rund, zu lange Fresspausen | Haferstroh |
| Zucker und Stärke der Ration sollen niedrig bleiben | Haferstroh, in durchgerechneter Menge |
| Sensibel, eher schmal, braucht Struktur ohne Stärke | Grünhaferstroh |
| Verweigert klassisches Stroh | Grünhaferstroh, schmackhafter durch den Blattanteil |
| Heu ist knapp und soll gestreckt werden | Grünhaferstroh als Anteil, Heu bleibt Basis |
| Es soll so wenig wie möglich stauben | Beides möglich, entscheidend sind Geruch und Staubanteil |
| Steht auf Sandboden oder abgefressenem Paddock | Beides möglich, aber nur aus Netz oder Raufe |
| Senior mit schlechtem Gebiss | Keins von beiden, eingeweichte Cobs |
| Pferd ist in tierärztlicher Behandlung | Erst mit der Tierärztin besprechen |
Die letzte Zeile ist die wichtigste. Die schwedische Untersuchung weiter oben spricht zwar gegen ein pauschales Strohverbot, sie ist aber an gesunden Pferden erhoben worden. Sobald ein Pferd in Behandlung ist, entscheidet die Tierärztin über das Futter, und nicht dieser Text. Ein Pferd in Behandlung ist kein Ort für Experimente.
Woher ich mein Futterstroh beziehe
Mein Futterstroh kommt vom Biohof Elmengrund in Mauenheim, beide Sorten in Bioland-Qualität. Ausschlaggebend waren die drei Erntepunkte von weiter oben, Hochschnittkufen, Bandschwader und Warmlufttrocknung, und dass der Hof die Analysen zum jeweiligen Erntejahr veröffentlicht, samt dem Hinweis, dass die Werte schwanken.
Wer Stroh als Futtermittel einsetzt, und nicht nur als Bodenbelag, sollte Ware in Futtermittelqualität kaufen. Bioanbau löst das Rückstandsproblem an der Wurzel, weil Halmverkürzer dort nicht zugelassen sind.
Ich arbeite beim Strukturfutter mit dem Biohof Elmengrund zusammen. Der Hof liegt in Mauenheim zwischen Bodensee und Schwarzwald, wird seit 1933 von der Familie Keller geführt und bewirtschaftet rund 400 Hektar. Beide Strohsorten kommen von Bioflächen am Südrand des Schwarzwaldes, in Bioland-Qualität unter der Öko-Kontrollnummer DE-ÖKO-006.
Überzeugt hat mich weniger das Etikett als die Ernte. Geschwadet wird mit Bandschwader, gemäht mit Hochschnittkufen, und nach dem Pressen wird schonend warmluftgetrocknet. Das sind genau die drei Punkte aus dem Abschnitt weiter oben, und sie sind der Grund, warum diese Ballen im Netz kaum stauben.
Dazu kommt der Umgang mit den Analysen. Der Hof veröffentlicht die Werte zum jeweiligen Erntejahr und schreibt ausdrücklich dazu, dass es sich um Stichprobenanalysen von 400 bis 600 Hektar Anbaufläche handelt und die Werte schwanken können. Diese Ehrlichkeit ist mir lieber als eine glatte Zahl auf dem Sack, die niemand belegen kann. Das gilt auch für den Hinweis, dass die Zahlen zu einem neuen Erntejahr erst im Laufe des Septembers eingepflegt werden. Wenn du im Sommer bestellst, frag nach, aus welchem Jahr die Analyse stammt, die du gerade liest.
Beide Sorten gibt es als einzelnen Probeballen von rund 11 Kilo, und genau der ist zum Ausprobieren gedacht. Du siehst daran, ob dein Pferd das Stroh überhaupt annimmt, wie es riecht und wie stark es staubt, bevor du größere Mengen bestellst. Bei einem Futtermittel, das dein Pferd über Wochen schrittweise kennenlernen soll, ist das der vernünftige Anfang, und 11 Kilo reichen aus, um die erste Umstellungswoche zu füttern.
Wenn es passt, gehen die Kleinballen palettenweise, zwölf Stück auf einmal und zusammen gut drei Zentner. Das ist eine ernsthafte Lagerfrage, bevor du bestellst: trocken, luftig und mäusesicher.
Wenn dein Pferd zu viel auf den Rippen hat und du die Ration strecken willst, fang mit dem Hafer-Stroh an. Es ist die energieärmere der beiden Sorten und damit die passende, um Heu zu ersetzen, ohne dass weniger im Netz liegt. Das Grünhafer-Stroh nimmst du, wenn dein Pferd Struktur braucht, aber nicht abnehmen soll, oder wenn es klassisches Stroh stehen lässt.
Wann ein Tierarzt gefragt ist
Sofort, ohne Abwarten:
- Kolikanzeichen nach einer Futterumstellung: Scharren, Flankenblick, Wälzen, kein Kotabsatz, kein Interesse am Futter. Eine Verstopfungskolik entwickelt sich oft langsam und wird dadurch unterschätzt.
- Deutlich verminderter oder ausbleibender Kotabsatz über mehr als einige Stunden.
- Wiederholtes Verschlucken, Husten beim Fressen oder Futter, das aus der Nase kommt. Das ist der Verdacht auf eine Schlundverstopfung und ein Notfall.
Zum Termin, aber ohne Panik:
- Kotwasser, das nach drei Wochen Umstellung nicht besser wird.
- Gewichtsverlust, obwohl die Futtermenge gleich geblieben ist. Häufig steckt dann ein Zahnproblem dahinter, das vorher nur nicht aufgefallen ist, weil Heu leichter zu kauen war.
- Futterbrocken im Kot oder Wickelkauen, beides Hinweise auf ein Gebiss, das eine Zahnkontrolle braucht.
- Husten, der mit dem neuen Futter angefangen hat. Dann ist die Staubfrage keine Vermutung mehr.
Häufige Fragen
Wie viel Stroh darf ein Pferd am Tag fressen?
Als Obergrenze für den Alltag gelten 0,5 kg je 100 kg Sollgewicht, also etwa 3 Kilo bei einem 600-Kilo-Pferd. Diese Menge zählt zur gesamten Raufutterration von 1,5 bis 2,0 kg je 100 kg dazu, sie kommt nicht obendrauf. Höhere Anteile bis zur Hälfte der Raufutterration sind untersucht worden und waren unauffällig, sie gehören aber in eine durchgerechnete Ration und unter Beobachtung.
Hilft Stroh einem zu dicken Pferd beim Abnehmen?
Es hilft dabei, die Diät durchzuhalten, und das ist meistens der Punkt, an dem es sonst scheitert. Wenn du einem übergewichtigen Pferd einfach Heu wegnimmst, sinkt die Energieaufnahme, aber die Fresspausen werden länger, und lange Fresspausen sind für den Magen ein Problem. Ersetzt du stattdessen einen Teil des Heus durch Stroh, bleibt die Menge im Netz gleich, die Fresszeit wird eher länger, und die Energieaufnahme sinkt trotzdem. Bei einem 600-Kilo-Pferd sind drei Kilo Stroh anstelle von drei Kilo Heu rund sechs Megajoule weniger am Tag. Stroh allein macht kein Pferd schlank, aber es macht die Ration streckbar, ohne dass das Pferd hungert.
Ist Grünhaferstroh dasselbe wie Grünhafer?
Nicht ganz. Grünhafer wird meist vor oder während der Blüte geschnitten und häufig als Häcksel oder Cobs angeboten. Grünhaferstroh wird kurz nach der Blüte geerntet und bleibt in der langen, strohigen Form. Beides ist die ganze Pflanze und beides ist stärkearm, aber der spätere Schnitt bedeutet mehr Faser und weniger Nährstoffe. Für die Kauzeit brauchst du die lange Form, für ein Pferd mit schlechten Zähnen die eingeweichten Cobs.
Macht Hafer mein Pferd nicht hektisch?
Der Ruf stammt vom Haferkorn und dessen Stärke. Sowohl beim Haferstroh als auch beim Grünhaferstroh fehlt genau dieser Teil, weil entweder gedroschen oder vor der Kornreife geerntet wurde. Beobachte dein Pferd trotzdem, jedes reagiert anders, aber die Stärkefracht, um die es bei der Diskussion geht, ist hier nicht drin.
Passt Stroh in eine Ration, die zucker- und stärkearm bleiben soll?
Ja, genau dafür ist es gemacht: Stroh bringt Kauzeit, ohne nennenswert Energie, Zucker oder Stärke mitzuliefern. In der schwedischen Untersuchung lagen die Insulinwerte auf der Strohration niedriger als auf der reinen Heuration. Zwei Einschränkungen: Die Ration muss gerechnet werden, nicht geschätzt, und sobald dein Pferd tierärztlich betreut wird, entscheidet die Tierärztin über das Futter und nicht ein Ratgebertext. Beim Vergleich der beiden Sorten gilt, was oben steht: Im ausgedroschenen Halm steckt weniger Zucker als im grün geernteten Material, und das gehört in die Rechnung.
Ist Haferstroh oder Gerstenstroh besser?
Beide sind als Futterstroh gebräuchlich. Haferstroh ist weicher, wird von den meisten Pferden lieber gefressen und liegt energetisch etwas höher. Gerstenstroh ist der Klassiker im Trog und ein guter Kompromiss aus Struktur und Fressbarkeit. Weizenstroh ist das härteste und rohfaserreichste und deshalb eher Einstreu als Futter. Wichtiger als die Getreideart ist am Ende die Hygiene: Ein sauberes Weizenstroh schlägt ein muffiges Haferstroh jedes Mal.
Kann ich einfach die Einstreu als Futterstroh rechnen?
Nein, aus zwei Gründen. Einstreustroh ist kein geprüftes Futtermittel, und du weißt nicht, wie viel dein Pferd tatsächlich davon frisst. Für eine durchgerechnete Ration brauchst du eine bekannte Menge. Wenn dein Pferd viel Einstreu frisst, ist das ein Hinweis darauf, dass Kauzeit fehlt, und genau darauf solltest du mit einer geplanten Strohgabe antworten.
Muss Stroh eingeweicht werden?
Langes Stroh nicht, es wird wie Heu gefressen. Wichtig ist stattdessen, dass reichlich Wasser zur Verfügung steht. Strohpellets und Cobs dagegen müssen immer eingeweicht werden, dort besteht Quellgefahr im Schlund.
Gehört Stroh ins Heunetz?
Ja, aus zwei Gründen. Es hält das Stroh vom Boden fern und damit den Sand aus dem Pferd. Und es verlängert die Fresszeit noch einmal, was ja der eigentliche Zweck der Sache ist. Die Maschenweite darf ruhig eng sein, weil Stroh sowieso langsamer gefressen wird. Bei beschlagenen Pferden das Netz hoch genug hängen, damit sich kein Eisen darin verfängt.
Wie erkenne ich schlechtes Futterstroh?
Am Geruch und am Staub. Gutes Stroh riecht neutral bis leicht süßlich und staubt beim Aufschütteln kaum. Muffiger Geruch, graue oder weiße Beläge, Klumpen oder ein Ballen, der sich innen warm anfühlt, sind Ausschlusskriterien. Bei einem staubempfindlichen Pferd ist diese Frage ohnehin das erste Kriterium, noch vor dem Nährwert.
Wie lagere ich Futterstroh richtig?
Trocken, luftig und mit Abstand zum Boden, also auf Paletten und nicht direkt auf Beton, sonst zieht Feuchtigkeit von unten in den Ballen. Dazu mäuse- und vogelsicher, denn Kot von Nagern und Vögeln im Futter ist ein Hygieneproblem und keine Kleinigkeit. Eine Palette Kleinballen braucht rund einen Quadratmeter Stellfläche bei gut zwei Metern Höhe. Das misst man besser vor der Bestellung aus als danach.
Wie lange dauert die Umstellung?
Rechne mit drei bis vier Wochen bis zur Zielmenge, bei empfindlichen Pferden mit mehr. Steigere in Vierteln, wie im Wochenplan oben, und beobachte den Kot. Wenn Kotwasser auftritt, gehst du eine Stufe zurück und bleibst dort, bis sich das wieder beruhigt hat.
Frisst mein Pferd Stroh überhaupt?
Nicht jedes, jedenfalls nicht sofort. Pferde, die Stroh nur als Einstreu kennen, brauchen manchmal ein paar Tage. Hilfreich ist, das Stroh anfangs unter das Heu zu mischen statt es getrennt anzubieten, und es zu einer Tageszeit zu geben, zu der das Pferd Hunger hat. Wenn es nach zwei Wochen konsequent liegen bleibt, probier die andere Sorte: Grünhaferstroh wird wegen der Blattmasse deutlich häufiger angenommen als klassisches Haferstroh.
Genau für diese Frage sind die Probeballen von rund 11 Kilo da. Du findest mit einem einzelnen Ballen heraus, ob dein Pferd die Sorte annimmt, ohne dass eine ganze Palette im Weg steht, falls es sie liegen lässt.
Zuletzt fachlich überarbeitet am 09.09.2026.